Wer wir sind

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Mitglieder der Heidelberger Lupe mit Repräsentanten der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg

 

Die Heidelberger Lupe ist ein Zusammenschluss aus Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Heidelberger Universität und Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er entstand aus einer Projektidee heraus. Ihr gemeinsames Interesse ist es, regionalhistorische Themen zu erforschen und sie für die Vermittlungsarbeit in Heidelberg aufzubereiten.

Die Mitglieder vereinen verschiedene akademische Fachbereiche, vielfältige Praxiserfahrungen und somit ein breites inhaltliches Spektrum. Dabei verbindet uns alle das gemeinsame Interesse an der Lokalgeschichte. Diese machen wir in ihren verschiedensten Facetten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Dabei sind wir davon überzeugt, dass durch den Fokus auf Biografien und historische Orte, Geschichte für den Einzelnen greifbarer werden kann.

Der Verein bleibt dabei unabhängig und institutionell ungebunden. Projekte werden mittels externer Förderung realisiert.

 

Unsere Mitglieder 

 

Maximilian Dümler

Maximilian Dümler, geboren 1992 in Heidelberg, legte 2011 in Bruchsal sein Abitur ab. Im gleichen Jahr begann er das Bachelorstudium in Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg. Während eines Auslandssemester an der Universität Luzern kam er mit dem Themengebiet der Visual History und der Bedeutung von Bildern als Träger kollektiver Vorstellungen in Berührung. Seither liegt sein Forschungsschwerpunkt auf den Ursprüngen und Wirkungen von Bildern  in der Paläontologie und Werbung.

Im Sommersemester 2015 begann er das Studium für den Master Geschichte in Heidelberg, wo er an der Veranstaltung teilnahm, deren Resultat die Ausstellung „Herausgerissen. Deportation von Heidelbergern 1940“ im Heidelberger Rathaus war. Seit dem Wintersemester 2016/17 ist er Wissenschaftliche Hilfskraft im Arbeitsbereich „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte. Ziel des Projektes wird es sein die Verfolgung von Minderheiten während der NS-Zeit aufzuarbeiten und im Bezug zu heutigen Orten der Erinnerung in Heidelberg zu präsentieren.

2016 wurde er Mitglied der Heidelberger Lupe und beschäftigt sich mit dem Schicksal politisch Verfolgter in Heidelberg.

 

 

Juliane Hoheisel

Juliane Hoheisel wurde im Jahr 1991 in Kassel geboren. Sie studiert zurzeit im Master Geschichtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor absolvierte sie ihren Bachelor in Geschichte und Politischer Wissenschaft in Heidelberg und arbeitete in dieser Zeit als studentische Hilfskraft an der „Professur für Angewandte Geschichtswissenschaft – Public History“. Sie konzipierte zusammen mit weiteren Studierenden die Ausstellung „Herausgerissen – Deportation von Heidelbergern 1940“, die im Herbst 2015 im Heidelberger Rathaus zu sehen war.

Durch verschiedene Tätigkeiten konnte sie bereits Einblicke in die Bildungsarbeit gewinnen. So absolvierte sie nach ihrem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur im Kindermuseum München und erhielt durch mehrere Praktika – beispielsweise im Deutschen Historischen Museum (Berlin), in der Gedenkstätte Breitenau (Kassel) und beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Körber-Stiftung, Hamburg) – Einblicke in verschiedene Arten der Geschichtsvermittlung.

Juliane Hoheisel ist Gründungsmitglied der Heidelberger Lupe und bearbeitet momentan gemeinsam mit Anna Parrisius das Thema der Heidelberger Bücherverbrennungen im Jahr 1933. Dabei konzentrieren sich die beiden auf die studentische Bücherverbrennung am 17. Mai 1933 auf dem Universitätsplatz und beleuchten das Schicksal des Statistikers und Heidelberger Professors Emil Julius Gumbel, dessen Schriften 1933 verbrannt wurden. Juliane Hoheisel betrachtet die Arbeit in der Heidelberger Lupe als besonders wichtig, da Schüler*innen durch den regionalgeschichtlichen und oftmals auch biographischen Zugang direkter angesprochen werden können und deutlich wird, dass die Verbrechen im Nationalsozialismus keine abstrakten, weit entfernten Geschehnisse waren, sondern auch mitten in Heidelberg stattfanden.

 

Jasmin Elsner-Huber

Jasmin Huber, Jahrgang 1990, studierte nach ihrem Abitur 2010 zunächst an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, dann ab Sommersemester 2012 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt für Werk-, Haupt- und Realschulen mit den Fächern Philosophie, Geschichte und Deutsch. Ein Schwerpunkt während des Geschichtsstudiums bildeten Fragestellungen zur NS-Vergangenheit und zur Erinnerungskultur – durch die Fächerkombination mit Philosophie auch interdisziplinär verzahnt.

Ein weiterer Schwerpunkt über alle Fächer hinweg waren Fragestellungen der Inklusion und Heterogenität in Schulklassen sowie der damit verbundenen notwendigen Differenzierung im Unterricht. Verbunden mit der erfolgreichen Teilnahme als Tutorin gemeinsam mit Realschüler*innen am „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ 2014/2015 lautete der Titel ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit „Förderung historischer Kompetenzen in der Realschule durch historische Projektarbeit am Beispiel des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten“, in der analysiert wurde, warum die Wettbewerbsteilnahme „auch“ für differenzierende Schulformen gewinnbringend sein kann.

Nach Beendigung des Studiums im November 2016 versucht sie nun, diese beiden Schwerpunkte im Rahmen einer Promotion im Fach Geschichte zur Thematik der barrierefreien (NS-)Gedenkstätte weiterhin zu verbinden und zu vertiefen.

Seit Dezember 2016 ist sie Mitglied des Vereins Heidelberger Lupe, motiviert vor allem durch den zentralen regionalgeschichtlichen Aspekt der Vereinsarbeit, da durch den regionalgeschichtlichen Zugang und das entdeckende und forschende Lernen vor Ort vertieftes Lernen für Schüler*innen ermöglicht wird. Sie möchte die Arbeit des Vereins besonders mit Blick auf die Differenzierung für verschiedene Schulformen unterstützen.

 

Jessica Krzoska

Jessica Krzoska, Jahrgang 1991, studiert Geschichte, Anglistik, Politik- und Wirtschaftswissenschaften auf Lehramt an der Universität Heidelberg. Seit ihrem ersten Besuch der Gedenkstätte Auschwitz im Alter von 15 Jahren ist ihr das Thema Holocaust und die Verfolgung von Minderheiten im Nationalsozialismus ein persönliches Anliegen; die Frage, wie diese Thematik trotz herrschender Defizite eine nachhaltige Behandlung im Schulunterricht erfahren kann, begleitete sie ihr gesamtes Lehramtsstudium. In ihrer Zulassungsarbeit mit dem Titel „Theorie und Praxis der Holocaust Education – pädagogische Zugänge im Vergleich“ untersuchte sie die Vorzüge und Herausforderungen von regionalen, personalisierten und gedenkstättenpädagogischen Zugängen des Themenkomplexes im schulischen Kontext. Dass insbesondere durch Regional- und Alltagsgeschichte eine anschauliche und lebensweltbezogene Vermittlung mit vielversprechenden Lernpotentialen ermöglicht wird, bestärkt sie für die Projektarbeit des Vereins.

 

Verena Meier

Verena Meier wurde 1988 in Sulingen (Niedersachsen) geboren. Sie studierte Geschichte, Anglistik, Europäische Kunstgeschichte und Philosophie an der Ruprecht-Karls University Heidelberg und der Hebrew University in Jerusalem mit dem Abschlussziel Staatsexamen mit Gymnasiallehramt.  Seit August 2018 ist sie Doktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus und promoviert zu der Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg unter nationalsozialistischer Herrschaft (https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/histsem/mitglieder/vmeier.html)

Sie wirkte bei der von Studierenden veranstalten Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am  27. Januar 2015 im Heidelberger Rathaus mit sowie bei der Konzeption der studentischen Ausstellung „Herausgerissen-Die Deportation von Heidelbergern 1940“. Sie war zudem als wissenschaftliche Hilfskraft beim Arbeitsbereich Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa im Projekt „Lokalgeschichtliche Aufarbeitung der Verfolgung von Minderheiten während der NS-Zeit“ tätig. Im Sommer 2016 arbeitete sie als Honorarkraft in der Gedenkstätte Grafeneck und von Juli 2016 bis Oktober 2017 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, wo sie bei der Konzeption der Wanderausstellung „’Rassendiagnose: Zigeuner’. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“ assistierte. Zudem engagiert sie sich für die Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V. sowie für die KZ-Gedenkstätte Porta Westfalica e.V. Des Weiteren organisierte sie einen internationalen Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen zum Thema „National Socialist Camps and Extermination Sites: Between Collaboration and Resistance“ im Mai 2016 in Aix-en-Provence.  Während ihres Erasmus-Aufenthalts in Israel half sie im Dokumentationszentrum über die Juden in Nordafrika während des Zweiten Weltkriegs beim Ben Zvi Institut in Jerusalem aus. Seit Mai 2017 arbeitet sie die Lagergeschichte des sowjetischen Kriegsgefangenenlagers in Gudendorf für die Initiative Blumen für Gudendorf auf.

Seit Gründung des Vereins im Juli 2016 ist Verena Meier im Vorstand der Heidelberger Lupe (2016 stellvertretende Vorsitzende, seit 2017 Vorsitzende) und stellte das Projekt u.a. auf der Post-Konferenz „International Research Conference on Education about the Holocaust“ der International Holocaust Remembrance Alliance im Februar 2016 sowie auf der internationalen Woche gegen Rassismus im  März 2016 (Thema: Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus-Fremdenfeindlichkeit damals und heute und die Herausforderungen in der Bildungsarbeit in Heidelberg) vor. Außerdem führte sie Gruppen von Schülerinnen und Schülern durch die Ausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim Sie interviewte Zeitzeugen und bearbeitet  die Themen „NS-Euthanasie“, „Kindheit und Jugend im NS“ und „Frauen im NS“. Verena Meier erachtet die größtenteils freiwillige Arbeit des studentischen Vereins als besonders wichtig, da vorherige Projekte wie die Ausstellung zur Deportation von Heidelberger*innen gezeigt haben, dass regionalgeschichtliche Zugänge den Schüler*innen verdeutlicht, dass NS-Verbrechen direkt vor der Haustür geschahen, was zu einem nachhaltigen Lernen beiträgt.

 

Laura Notheisen

Laura Notheisen wurde 1991 in Speyer geboren und legte 2010 ihr Abitur in Bruchsal ab. Sie studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg von Oktober 2011 bis Juni 2015 Geschichte und Historische Grundwissenschaften im Bachelor. Ihre Bachelorarbeit verfasste sie unter dem Titel „Der Holocaust in den besetzten sowjetischen Gebieten. Babyn Jar und die Aktion 1005 im Spiegel von Vernehmungsberichten“, die in der „Edition Shoáh & Judaica“ von Erhard R. Wiehn veröffentlicht wurde. Im Laufe ihres Bachelorstudiums absolvierte sie Praktika am Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg, am Deutschen Historischen Institut in London, am Institut für Zeitgeschichte im Projekt „Mein Kampf – Eine Edition“ und an der KZ-Gedenkstätte Dachau. Zum Wintersemester 2015/16 begann sie den Masterstudiengang Global History mit den Schwerpunkten auf der Neueren und Neuesten Geschichte. Parallel zum Studium engagiert sie sich seit November 2015 im Verein „Lernort Zivilcourage und Widerstand“, bei dem sie seit Januar 2017 im erweiterten Vorstand tätig ist. Des Weiteren ist sie seit Gründung Mitglied im Studierendenverein „Heidelberger Lupe“. Zuvor nahm sie an einer Übung des Arbeitsbereichs für Minderheitengeschichte teil, um mit anderen Studierenden eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2015 im Heidelberger Rathaus zu veranstalten. Das Projekt der „Heidelberger Lupe“ stellte sie beispielsweise auf der Post-Konferenz „International Research Conference on Education about the Holocaust“ der International Holocaust Remembrance Alliance im Februar 2016 gemeinsam mit Verena Meier und Felix Pawlowski vor und bei den internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2016 (Thema: Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus-Fremdenfeindlichkeit damals und heute und die Herausforderungen in der Bildungsarbeit in Heidelberg) zusammen mit Verena Meier, Felix Pawlowski und Anna Parrisius vor. In der „Heidelberger Lupe“ bearbeitete sie die Themen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus-Fremdenfeindlichkeit damals und heute und die Herausforderungen in der Bildungsarbeit in Heidelberg. Seit März 2016 ist sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa tätig. Ende Januar 2017 veröffentlichte sie einen Tagungsbericht des Workshops mit dem Titel „So war der deutsche Landser. Die populäre und populärwissenschaftliche Darstellung der Wehrmacht“ auf der Plattform „H-Soz-Kult“.

 

Anna Parrisius

Anna Parrisius, 1993 in Karlsruhe geboren, studiert im Master Geschichtswissenschaften mit Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Bachelorstudium in Geschichte und Politischer Wissenschaft hat sie in Heidelberg absolviert. In dieser Zeit nahm sie an mehreren Public History-Projekten teil. Darunter fiel zum Beispiel die Konzeption der Ausstellung „Herausgerissen – Deportation von Heidelbergern 1940“, die im Herbst 2015 im Heidelberger Rathaus zu sehen war.

Während ihres Auslandsjahres an der Sciences Po Paris absolvierte Anna Parrisius ein dreimonatiges studienbegleitendes Praktikum am Deutschen Historischen Institut Paris. Im Sommer 2016 sammelte sie drei Monate lang journalistische Praxiserfahrungen beim Hamburger Abendblatt.

Anna Parrisius ist Gründungsmitglied der Heidelberger Lupe und bearbeitet momentan gemeinsam mit Juliane Hoheisel das Thema der Heidelberger Bücherverbrennungen im Jahr 1933. Dabei konzentrieren sich die beiden auf die studentische Bücherverbrennung am 17. Mai 1933 auf dem Universitätsplatz und beleuchten das Schicksal des Statistikers und Heidelberger Professors Emil Julius Gumbel, dessen Schriften 1933 verbrannt wurden.

Zur Arbeit in der Heidelberger Lupe motiviert Anna Parrisius die eigene Erfahrung, dass die Beschäftigung mit Biografien Geschichte greifbarer macht. Im März 2016 beteiligte sie sich an einem Vortrag einiger Mitglieder der Heidelberger Lupe innerhalb der Internationalen Woche gegen Rassismus. Sie beleuchtete die Biographien des Pfarrers Hermann Maas, der jüdischen Verfolgten half sowie das Leben der Sintezza Renate Meinhardt, die als Kind mit ihrer Familie in verschiedene Lager deportiert wurde und Zwangsarbeit leisten musste. Anna Parrisius möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Schulunterricht nicht nur Allgemeinwissen vermittelt, sondern auf einer lokalgeschichtlichen Ebene das Schicksal und die Handlungsspielräume Einzelner aufzeigt.

 

Felix Pawlowski

Felix Pawlowski wurde 1988 in Miltenberg (Unterfranken) geboren und besuchte dort bis zu seinem Abitur im Jahr 2008 das Johannes-Butzbach-Gymnasium. Anschließend war er als Praktikant und freier Mitarbeiter im Museum seiner Heimatstadt tätig und absolvierte zudem einen Europäischen Freiwilligendienst in Prag. 2009 begann er sein Bachelorstudium der Politik- und Geschichtswissenschaften an der Universität Greifswald, welches er 2013 abschloss. Für sein Masterstudium der Neuesten und Jüdischen Geschichte zog es ihn daraufhin an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er seine Abschlussarbeit zum Thema „Dr. Eugen Neter und das Schicksal der Jüdischen Gemeinde Mannheims“ verfasste.

Neben einem Praktikum beim transkulturellen Berliner Verein RomaTrial und im wissenschaftlichen und PR-Bereich des Deutschen Historischen Instituts Paris, arbeitet er seit 2013 in der Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Stiftungen und Unternehmen. Aktuell ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Widerstandsgeschichte“ der Freya von Moltke-Stiftung in Berlin tätig. Er war Teil der von Studierenden veranstalteten Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am  27. Januar 2015 im Heidelberger Rathaus. An der Konzeption und Umsetzung der studentischen Ausstellung „Herausgerissen-Die Deportation von Heidelbergern 1940“ war er ebenfalls beteiligt und hielt hier mit Juliane Hoheisel den begleitenden Abendvortrag. Er ist seit Gründung der Studentischen Vereins „Heidelberger Lupe“ im April 2016 dessen Vorsitzender und beschäftigt sich im Rahmen des Projektes mit dem Themenbereich der Euthanasie. Er stellte das Projekt zusammen mit Verena Meier und Laura Notheisen auf der Post-Konferenz „International Research Conference on Education about the Holocaust“ der International Holocaust Remembrance Alliance im Februar 2016 und bei den internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2016 mit Verena Meier, Laura Notheisen und Anna Parrisius vor.

Die Arbeit der „Heidelberger Lupe“ bedeutet für ihn die Kombination zweier wichtiger nachhaltiger Aspekte. Auf der einen Seite lassen sich durch die Projekte junge Nachwuchswissenschaftler dafür begeistern ihre im Studium erlernten theoretischen Kenntnisse ganz konkret in der Praxis anzuwenden. Auf der anderen Seite kann der Output der Arbeit dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schülern in Heidelberg die Bedeutung ihrer eigenen Lokalgeschichte bewusst wird und die Sichtbarmachung dieser Verfolgungsgeschichte von Minderheiten dann eine persönlichere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht.  

 

Nadine Povoden

Staatlich anerkannte Erzieherin und Bildungswissenschaftlerin. Studierte von 2009 bis 2014 neben der Berufstätigkeit Bildungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen mit den Schwerpunkten Soziologie, Psychologie und Sozialpädagogik. Und absolvierte 2017 den Masterstudiengang Bildungswissenschaften Fachdidaktik Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Bachelorarbeit über Antiziganismus und den Konsequenzen für die Pädagogik. Im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelte sie Analysekriterien zur Überprüfung von Bildungsmaterialien zum Thema Antiziganismus und konzipierte in ihrer Masterarbeit ein Konzept zu Sensibiliserung pädagogischer Fachkräfte zum Thema Antiziganismus.

Tätigkeiten im Bereich der außerschulischen politischen Bildungsarbeit (Gedenkstätten, Netzwerk für Demokratie und Courage) und ist parallel im Verein „Heidelberger Lupe“ engagiert, im Rahmen dessen ein Materialheft mit regionalhistorischen Quellen zu unterschiedlichen Themen in Bezug zu Heidelberg im NS entstanden ist. Projektseite

Seit Januar 2018 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in einem Projekt zur Antiziganismusprävention.

 

 

Anna Valeska Strugalla

Anna Valeska Strugalla, geboren und aufgewachsen in München, absolvierte ein Bachelor-Studium der Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaften und Soziologie in Würzburg, bevor sie ihr Master-Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität Heidelberg abschloss. Sie ist im Verein deutscher Historiker und Historikerinnen engagiert und sammelte im Studium praktische Erfahrungen im journalistischen und museumspädagogischen Bereich. In Heidelberg war sie für die Reichspräsident Friedrich-Ebert-Gedenkstätte tätig und absolvierte ein Praktikum im Museum of Tolerance in Los Angeles. In ihrem Master-Studium interessierte sie sich besonders für das Forschungfeld der Public History, schwerpunktmäßig forscht sie in der Oral History, zu Erinnerungskulturen, zur jüdischen Geschichte und grundsätzlich im Bereich der Neuesten Geschichte und Zeitgeschichte.

Sie ist Mitglied der Heidelberger Lupe und bearbeitet das Thema LGBTTIQ.

 

Helen Wiedmaier

Helen Wiedmaier am 27.09.1992 in Waiblingen geboren. Sie studiert im zweiten Semester den Masterstudiengang Geschichte und einer ihrer Schwerpunkte ist Gender Studies. Zuvor studierte sie Geschichte im Haupt- und Bildungswissenschaft im Nebenfach, wodurch sie sich sowohl pädagogische als auch historische Kenntnisse aneignete. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über die Handlungsspielräume einer frühneuzeitlichen Fürstin.

Sie machte im März 2016 ein Praktikum in Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, bei dem sie sich unter anderem mit Gedenkstättenpädagogik und Antiziganismus im Nationalsozialismus sowie der heutigen Situation der Sinti und Roma auseinandersetze.

Vor ihrem Studium absolvierte sie ein Freiwilliges Kulturelles Jahr im Staatsarchiv Ludwigsburg, bei dem sie  archivpädagogische Workshops für Schulklassen leitete. Diese thematisieren unter anderem den regionalgeschichtlichen Zugang zum Nationalsozialismus und zu der darauffolgenden Entnazifizierung.

Der regionalgeschichtliche Ansatz ermöglicht in ihren Augen einen besonders geeigneten Zugang zu dieser Epoche, die durch den persönliche Bezug für alle Schüler*innen greifbarer und verständlicher wird.

Sie ist  seit Februar 2017 Mitglied der Heidelberger Lupe und erarbeitet Themen zu Gender Studies. Dabei interessiert sie besonders das Schicksal der sogenannten ,,asozialen Frauen‘‘ sowie das allgemeine Frauenbild der Nationalsozialisten.  

 

 

Ehemalige Mitglieder

Beim Materialheft „Spurensuche: Heidelberg im Nationalsozialismus“ haben mitgewirkt:

 

Jacqueline Dotzer

Jacqueline Dotzer wurde 1990 in Roth (Mittelfranken) geboren und legte 2010 ihr Abitur in Hilpoltstein ab. Von 2010 bis 2015 absolvierte sie ihr Bachelorstudium der Geschichte und Italianistik an der Katholischen-Universität Eichstätt-Ingolstadt. Neben den universitären Pflichten engagierte sie sich in Arbeitskreisen des studentischen Konvents wie dem Umweltreferat Eichstätt und dem Arbeitskreis International. Ihre Bachelorarbeit verfasste sie in Form einer Lokalstudie zum Thema „Erziehung für den Krieg?“ – Leibesertüchtigung von Kindern und Jugendlichen im nationalsozialistischen Deutschland am Beispiel des mittelfränkischen Hilpoltstein“. Sie wirkte mit bei der Organisation und Durchführung einer Exposition des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Titel „Kriegskinder – Kinder und Jugendliche im Zweiten Weltkrieg“.

Zum WS 2015/16 begann sie ihr Masterstudiums an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg im Fach Geschichte mit Schwerpunkt auf Neuerer und Neuester Geschichte. Seit dem WS 2016/17 ist sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Lokalgeschichtliche Aufarbeitung der Verfolgung von Minderheiten während der NS-Zeit“ des Arbeitsbereichs „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte tätig. Im Frühjahr 2017 absolvierte sie ein Praktikum im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma.

Sie ist seit März 2016 Mitglied der Heidelberger Lupe und führte Interviews mit Zeitzeugen durch. Derzeit befasst sie sich für das aktuelle Bildungsprojekt der Heidelberger Lupe e.V. mit den Themenbereichen „Kriegsende und Entnazifizierung in Heidelberg“,„Kindheit und Jugend im NS“ sowie „Die jüdischen Gemeinden Heidelbergs“. Außerdem organisiert sie in Kooperation mit dem Dokumentations-und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma im Juni 2017 einen Stadtrundgang zur Geschichte der Heidelberger Sinti, der von der gebürtigen Heidelbergerin und ehemaligen Vorsitzenden des Verbands Deutscher Sinti Baden-Württemberg Ilona Lagrene geleitet werden wird.

Jacqueline Dotzer ist der Meinung, dass jedes Mitglied der Gesellschaft der Gemeinschaft auf seine eigene Art und Weise einen Mehrwert bringen kann. Die Aufklärung und Erinnerung an die Verfolgung von Minderheiten im Nationalsozialismus und vor allen Dingen das Aufzeigen von Kontinuitäten in der “Andersmachung” von Personengruppen sieht sie als ihren Beitrag zu unserer heutigen Gesellschaft.

Im Jahr 2017/18 war Jacqueline Dotzer stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

 

Isabel Funke

Isabel Funke wurde im Jahr 1992 in Heidelberg geboren und absolvierte ihr Abitur 2011 in Mannheim.

Sie studierte von 2011 bis 2015 Geschichte und Germanistik an der Universität Mannheim und von 2015 bis 2017 Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Heidelberg, mit dem inhaltlichen Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Masterabschlussarbeit schrieb sie über Frauen in der Heidelberger Psychiatrie, während des Ersten Weltkrieges. In der Zeit ihres Studiums absolvierte sie zwei Praktika im archivalischen Bereich, im Stadt- und Universitätsarchiv Mannheim sowie eines im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Ludwigshafen.

Im Projekt wirkte Isabel Funke seit den Zeitzeugengesprächen im Mai 2016 mit. Sie führte im September und Oktober 2016,  zusammen mit Verena Meier, Schulklassen durch die Wanderausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Die Vereinsarbeit holt die Schüler*innen da ab, wo sie sich auskennen,  nämlich vor der eigenen Haustür, in ihrer eigenen Stadt. Sie macht die Geschichte des Nationalsozialismus für sie greifbar und vor Ort emotional erfahrbar. Die Heidelberger Lupe arbeitet die nationalsozialistischen  Gräueltaten in Heidelberg auf und bereitet diese für Schüler*innen auf, damit leistet sie gerade in der heutigen Zeit einen Beitrag dazu, dass diese nicht in Vergessenheit geraten.

 

Elisabeth Luy

Elisabeth Luy, geboren 1990 in Stuttgart, absolvierte ihr Abitur 2009 in Müllheim (Baden) und studierte von 2010 bis Frühjahr 2017 Geschichte und Anglistik für das Gymnasiallehramt an der Universität Heidelberg. Ihre Abschlussarbeit verfasste sie zu den „Intercultural Negations on the Restitution of the Holy Places to the Franciscan Order“, in welcher sie die Beziehungen zwischen christlichen und muslimischen Herrschern im frühen 14. Jahrhundert analysierte. 2014/15 verbrachte sie ihr Praxissemester als Assistant teacher in York, England. Während ihres Studiums engagierte sie sich ehrenamtlich im Weltladen Heidelberg und am Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung. Sowohl in ihrem Studium als auch im außeruniversitären Umfeld legte sie ihren Fokus auf die Interaktion verschiedener Kulturkreise und Religionen, wobei Thematiken wie Inklusion/Exklusion, Minderheiten und Legitimationsstrategien einen Hauptteil einnahmen.

Elisabeth Luy ist seit Anfang 2017 Mitglied der Heidelberger Lupe und bearbeitet die Jüdischen Gemeinden in Heidelberg seit dem Mittelalter bis heute. Ihre Mitarbeit ist inspiriert von der Überzeugung, dass die Aufarbeitung des jüdischen Lebens auf lokalgeschichtlicher Ebene und dessen Ausarbeitung für den Gebrauch im Schulunterricht einen wichtigen Teil zur Erinnerung von Minderheiten und der politisch historischen Bildungsarbeit beitragen kann und muss.

 

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